Polina Schrott

CMD: Wenn Kiefer, Kopf und Nacken zusammenhängen

Kieferbeschwerden, verspannte Kaumuskeln, Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen können miteinander in Verbindung stehen. Eine mögliche Ursache ist eine craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD.

Dabei handelt es sich um Beschwerden oder Funktionsstörungen im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Unterkiefer.

Was ist CMD?

Das Kiefergelenk ist ständig in Bewegung – beim Kauen, Sprechen, Schlucken und Gähnen. Funktionieren Kiefergelenk und Kaumuskulatur nicht optimal zusammen, können Beschwerden entstehen.

Eine CMD kann sich sehr unterschiedlich äußern. Nicht jeder Mensch hat dabei direkt Schmerzen im Kiefer.

Typische Beschwerden bei CMD

Mögliche Beschwerden sind:

  • Schmerzen im Kiefer oder Kiefergelenk
  • verspannte oder schmerzhafte Kaumuskulatur
  • Knacken oder Reiben im Kiefergelenk
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Schmerzen beim Kauen
  • Zähnepressen oder Zähneknirschen
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Gesicht
  • Verspannungen im Nacken und Schulterbereich

Dabei müssen nicht alle Beschwerden gleichzeitig auftreten.

Wie entsteht eine CMD?

Die Ursachen sind häufig vielfältig. Eine Rolle können beispielsweise Zähnepressen und Zähneknirschen, muskuläre Verspannungen, Stress, Fehlbelastungen oder Veränderungen der Kiefergelenkfunktion spielen.

Auch die Strukturen rund um Kopf und Hals können bei der Betrachtung eine Rolle spielen. Deshalb ist es sinnvoll, Beschwerden nicht ausschließlich auf den Kiefer zu begrenzen.

CMD und Nackenschmerzen

Kiefer, Hals und Nacken stehen funktionell miteinander in Verbindung. Bei einer CMD können deshalb zusätzlich Verspannungen oder Beschwerden im Nackenbereich auftreten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Nackenbeschwerde durch den Kiefer verursacht wird. Eine individuelle Untersuchung ist deshalb wichtig.

Kann Osteopathie bei CMD unterstützen?

Eine osteopathische Behandlung kann bei CMD ergänzend eingesetzt werden. Dabei wird nicht nur der Kiefer betrachtet. Je nach individuellem Befund können auch Kopf, Halswirbelsäule, Nacken und weitere Strukturen untersucht werden.

Ziel ist es, funktionelle Zusammenhänge zu erkennen und vorhandene Spannungen oder Bewegungseinschränkungen mit geeigneten osteopathischen Techniken zu behandeln.

Mehr über meine Osteopathie in Augsburg und meine Behandlung erfahren Sie auf meiner Osteopathie-Seite.

Eine osteopathische Behandlung ersetzt dabei keine notwendige zahnärztliche oder ärztliche Diagnostik. Bei Kieferbeschwerden kann eine zahnärztliche Funktionsdiagnostik sinnvoll sein.

Wann sollte CMD abgeklärt werden?

Eine fachliche Abklärung empfiehlt sich insbesondere bei:

  • länger anhaltenden Kiefer- oder Gesichtsschmerzen
  • eingeschränkter Mundöffnung
  • Schmerzen beim Kauen
  • wiederkehrendem Knacken oder Blockieren des Kiefers
  • ausgeprägtem Zähnepressen oder Zähneknirschen
  • wiederkehrenden Kiefer-, Kopf- und Nackenbeschwerden

Bei starken, plötzlich auftretenden oder ungewöhnlichen Beschwerden sollte zunächst eine ärztliche beziehungsweise zahnärztliche Abklärung erfolgen.

CMD und Osteopathie in Augsburg

In meiner Praxis in Augsburg betrachte ich Beschwerden des Kiefer- und Nackenbereichs im Zusammenhang mit dem gesamten Bewegungsapparat.

Wenn Sie unter Kieferbeschwerden, Verspannungen im Nacken oder begleitenden Kopfschmerzen leiden, kann eine osteopathische Untersuchung eine ergänzende Perspektive bieten.

Eine sorgfältige Anamnese und individuelle Untersuchung bilden dabei die Grundlage meiner Behandlung.

Häufige Fragen zu CMD

Was bedeutet CMD?
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion und bezeichnet Beschwerden oder Funktionsstörungen im Bereich des Kausystems.

Kann CMD Kopfschmerzen verursachen?
Kopfschmerzen können gemeinsam mit einer CMD auftreten. Ob ein Zusammenhang besteht, sollte individuell abgeklärt werden.

Kann CMD Nackenschmerzen auslösen?
Kiefer- und Nackenbeschwerden können gleichzeitig auftreten. Ein ursächlicher Zusammenhang lässt sich jedoch nicht pauschal feststellen.

Kann Osteopathie bei CMD helfen?
Osteopathie kann eine ergänzende Behandlungsmöglichkeit sein. Eine notwendige zahnärztliche oder ärztliche Untersuchung und Behandlung wird dadurch nicht ersetzt.

Über die Autorin

Polina Schrott, Osteopathin (D.O. VFO), Heilpraktikerin und Diplom-Pflegewirtin (FH)

Durch meine langjährige Tätigkeit im Gesundheitswesen, unter anderem als Fachkrankenschwester für den Operationsdienst an einer Universitätsklinik und in leitender Funktion, verfüge ich über umfangreiche medizinische Erfahrung.

Als Osteopathin mit Fachweiterbildung in Kinderosteopathie steht für mich die individuelle Betrachtung des Menschen und seiner Beschwerden im Mittelpunkt.

Praxis für Osteopathie in Augsburg
Stettenstraße · Augsburg